Aktuelle Studie räumt mit einem weiteren Ernährungsmythos auf

Aktuelle Studie räumt mit einem weiteren Ernährungsmythos auf

Hallo meine Lieben,

bei meinem heutigen Blog geht es um das Thema Glykämischer Index bzw dass Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index, den Blutzuckerspiegel kaum belasten sollen.

Was ist der Glykämische Index eigentlich:

Der Glykämische Index ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Teilweise wird dafür auch die Bezeichnung Glyx verwendet oder die Abkürzung GI. Je höher der Wert ist, desto höher steigt der Blutzuckerspiegel an (1)

Das Ergebnis

Natürlich drückt der Begriff „niedrig-glykämisch“ im Grunde nichts anderes aus, als dass sich etwas nur gering auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Doch welche Lebensmittel dieses Prädikat verdienen, scheint neben dem Kohlenhydratgehalt und der Mahlzeitenzusammensetzung auch von der jeweiligen Person abzuhängen, die diese isst. Wie stark die Kohlenhydrate eines Lebensmittels den Blutzuckerspiegel erhöhen, variiert zwischen einzelnen Menschen erheblich, wie israelische Wissenschaftler bestätigen. Sie ließen etwa 800 Nicht-Diabetiker verschiedene standardisierte Mahlzeiten verzehren und ermittelten im Anschluss ihre postprandiale Blutzuckerantwort. Zwar reagierten die einzelnen Testpersonen auf das gleiche Testessen immer wieder gleich. Doch beim Vergleich zwischen den Teilnehmern gab es große Unterschiede. So reagierten beispielsweise einige Testpersonen auf eine Portion Brot mit einer hohen postprandialen Blutglukoseantwort (~ 75 mg/ dl und Stunde), bei anderen hingegen stieg der Blutzuckerspiegel nach der gleichen Portion kaum an (~ 15 mg/ dl und Stunde). Ebenso gab es zwischen den einzelnen Teilnehmern Unterschiede, welche Testmahlzeit den stärksten Blutzuckeranstieg bewirkte. Bei einer Frau stieg dieser beispielsweise besonders stark, wenn sie Tomaten bzw. Tomaten-haltige Gerichte aß, obwohl diese allgemein eher als niedrig-glykämisch gelten. Als Ursachen für die große Variabilität sehen die Wissenschaftler Genetik, Lebensstil, Insulinsensitivität und auch die jeweilige Darmflora der Personen.

Welche Lebensmittel in Bezug auf die Blutzuckerwirkung geeignet und welche ungeeignet sind, müsste laut Ansicht der Autoren theoretisch für jeden Menschen individuell ermittelt werden. Um diese Aussage zu belegen, stellten sie auf Grundlage ihrer Testergebnisse für 26 Teilnehmer einen individuellen Speiseplan zusammen. Jeweils eine Woche sollten sie nur für sie „gute“ Lebensmittel essen und eine Woche „schlechte“ Speisen. Obwohl bei dem einen oder anderen in der Tat Pizza und Kartoffeln auf dem „guten“ Speiseplan standen, verringerte sich bei allen in dieser Woche der postprandiale Blutzuckerspiegel (Blutzuckerspiegel danach) sowie die Zusammensetzung der Darmflora (3)

FAZIT und TIPP:

Auch hier wird wieder mal bestätigt! Was für den einen gesund ist, ist es für den anderen noch lange nicht. Daher sind allgemeingültige Ernährungsempfehlungen oder Trends oft mit Vorsicht zu genießen. Gerade im Ernährungscoaching sind personalisierte Empfehlungen erfolgsentscheidend und können mithilfe von Austestungen individueller gestaltet werden!

Eure Dalia

 

Quellenverzeichnis:

1) Wikipädia Glykämischer Index

2) Zeevi D et al.: Personalized Nutrition by Prediction of Glycemic Responses. Cell;163(5):1079-94: 2015 [Abstract]

 


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