DETOX REIHE: 4 Fragen und 4 Antworten zum Säure Basen Haushalt

DETOX REIHE: 4 Fragen und 4 Antworten zum Säure Basen Haushalt

Hallo meine Lieben,

heute gibt es in meiner letzten DETOX Reihe Fragen und Antworten zum Säure-Basen-Haushalt.

1. Welchen Effekt haben sauer schmeckende Nahrungsmittel im Stoffwechsel?

Ob ein Nahrungsmittel basisch ist oder nicht, können wir nicht schmecken. Denn der Geschmack sagt nichts darüber aus, wie das Nahrungsmittel im Körper verstoffwechselt wird. So schmecken Zitronen oder Grapefruits zwar sauer, wirken aber im Stoffwechsel basenbildend.

Sauerkraut und Apfelessig werden ähnlich bewertet. Entscheidend ist, welche Stoffwechselprodukte beim Abbau entstehen und ob sie im Körper als Basenspender wirken. Reife Früchte, auch wenn sie säuerlich schmecken, enthalten genügend Mineralstoffe, um ihre Säuren neutralisieren zu können.

2. Warum widersprechen sich die Angaben zum Säure-Basen-Gehalt häufig?

Tabellen mit Angaben zum Säure-Basen-Potenzials eines Nahrungsmittels sind eine gute und wichtige Orientierung. Die Basenwertigkeit unserer Lebensmittel hängt aber wesentlich von unterschiedlichen Faktoren wie Anbaubedigungen, Bodenqualität, Erntezeit, Lagerung und Zubereitungsart.

Entscheidend ist aber, wie ein Nahrungsmittel im Organismus aufgenommen und verstoffwechselt wird. Zucker ist dafür ein gutes Beispiel! Er enthält an sich kaum Säuren bzw wird in manchen Tabellen als neutral eingestuft. Er belastet den Körper aber bei seiner Umwandlung im Stoffwechsel mit Säuren. Säureforscher haben heute vor allem isolierte Kohlenhydrate wie weißen Zucker oder Weißmehl im Verdacht, die Übersäuerung des Gewebes zu beschleunigen.

3. Essen Vegetarier “basischer”?

In der vegetarischen Ernährung wird auf Fleisch, Wurst und Fische verzichtet. Diese gelten aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes stark säurebildend. Allerdings wird bei vegetarischer Ernährung auch viel Getreide verwendet. Und obwohl Getreide viele gesunde Inhaltsstoffe wie Kalium, Magnesium, Ballaststoffe haben, wirken sie dennoch säurebildend. Nach den Säure-Basen-Tabellen haben Vollkorn, Vollkornreis und Hülsenfrüchte sogar mehr Säurepotenzial als Weißmehl und geschälter Reis! Dennoch werden sie von Säureforschern als neutral oder positiv bewertet! Warum? Weil das Säurepotenzial nicht das einzige Kriterium ist, um die Wertigkeit eines Lebensmittels zu beurteilen. Vollkornprodukte haben aus ernährungswissenschaftlicher Sicht im Vergleich zu Auszugsmehl einfach viele wertvolle Inhaltsstoffe. Des weiteren essen viele Vegetarier gerne Süßes und viel Käse – beides sehr säurereiche Lebensmittelgruppen.

4. Kann man eine Übersäuerung durch Ernährung und Verhalten ausgleichen?

Jedesmal wenn wir basenüberschüssig essen, viel trinken, Stress abbauen oder Sport machen, geben wir dem Körper die Möglichkeit, sich von Säuren, die im Bindegewebe gespeichert sind, zu befreien. Ideal ist ein 80-20 Ernährung aus 80% basenbildenden und 20% säurebildenden Lebensmitteln. Wegen des hohen Anteils an tierischem Eiweiß und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln ist dieses Verhältnis bei vielen Menschen umgekehrt bzw stark verschoben! Die unterstützende Einnahme von Basenpräparaten kann vorübergehend sogar sinnvoll sein.

FAZIT:

Übersäuerung lässt sich gut durch eine basische Ernährung und Lebensweise ausgleichen. Um jedoch langfristig eine Übersäuerung im Körper zu entgegenzuwirken, empfiehlt sich eine langfristig angelegte Lebensweise nach dem 80-20 Prinzip.

Eure Dalia :-)

BASEN – REZEPT:

Knusprige Apfel-Kartoffel-Puffer (Reibekuchen)

Zutaten: 2 mittelgroße Kartoffeln, 2 Äpfel, 2 Schalotten, 1 Ei, Salz, Pfeffer, 1-2 EL Sonnenblumenöl

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln schälen, waschen und grob raspeln. Die Äpfel schälen, vierteiln, vom Kernhaus befreien und ebenfalls grob raspeln. Die Schalotten abziehen und fein hacken. Kartoffeln, Äpfel und Schalotten vermischen
  2. Das Ei dazugeben, gut verrühren und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.
  3. Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Aus der Masse Reibekuchen formen und in die Pfanne geben. Von beiden Seiten 5-6 Minuten goldgelb braten.
Quelle: Lohmann, M., Das Säure-Basen-Kochbuch, TRIAS Verlag

 

 

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