Die Zuckerlügen! Teil 3

Die Zuckerlügen! Teil 3

Hallo meine Lieben,

bei meinem letzten Blog habe ich ausführlichst über die theoretischen Formeln und deren Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel geschrieben.

Bei meinem heutigen Blog möchte ich wieder mehr auf den verteufelten Zucker eingehen.

Fragt man die österreichische Bevölkerung so sind mehr als die Hälfte der Meinung, dass zuviel Zucker der Grund für die Anzahl von Erkrankungen sei. Das bekommen wir ja auch täglich durch Ernährungsartikel und Ernährungsexperten suggeriert. Krankheiten wie Diabetes, Karies, Übergewicht, Adipositas uvm. werden oft fälschlicherweise mit einem erhöhten Zuckerkonsum in Verbindung gebracht. Betrachten wir diese Krankheiten aus einem neutralen Blickwinkel, so müssen wir uns mit der Wahrheit anfreunden, dass keine dieser Krankheiten durch nur einen einzigen Faktor wie Zuckerkonsum verursacht wird. Wäre dem so, so könnte man ja ganz einfach präventiv dagegen vorgehen. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die dann zu einer Erkrankung führt.

Was möchte ich damit sagen! Nehmen wir die noch immer allgemein verbreitete Aussage “Zucker verursacht Diabetes mellitus” . Der im Volksmund benutzte Begriff “Zuckerkrankheit” legt nahe, dass der Konsum von Zucker oder zuckerhaltigen Lebensmitteln Diabetes auslöst. Das stimmt aber nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht. Vielmehr hat man herausgefunden, dass Diabetes durch Übergewicht und mit auch Bewegungsmangel verursacht wird, weil dadurch die Insulinwirkung beeinträchtigt wird und die Entstehung der “Zuckerkrankheit” gefördert wird. Übergewicht wird wiederum durch eine erhöhte Kalorienbilanz und mangelnde Bewegung verursacht. Weniger aber durch Zuckerkonsum. (Siehe Studie in Teil1)

Ebenso hinterfrage ich die Aussage “Zucker macht dick und süchtig”. Wer isst täglich den Zucker pur und löffelweise in reiner Form  und verfältere dabei einem Zuckerrausch? Vielleicht schafft der eine oder andere ein bis zwei Löffel zu genießen, aber spätestens nach dem dritten Löffel ist bei den meisten Schluss. Vielmehr geht es doch bei dieser “Zuckersucht” um die Gesamtsituation, das damit assoziierte bessere Glücksgefühl, der antrainierte süße Geschmack und die kombinierten Zutaten, die uns bei einem zuckerhaltigen Lebensmittel schwach machen. Ebenso gewöhnen wir uns durch den Zucker in Produkten an den süßlichen Geschmack, wodurch wir natürliche Lebensmittel nicht mehr als wohlschmeckend oder süß genug empfinden.

Ich behaupte sogar, dass man Zucker regelmäßig zu sich nehmen sollte, da Zucker bei der Bildung von Serotonin in unserem Gehirn eine Rolle spielt (siehe Blog Die Zuckerlügen, Teil 2). Serotonin ist ein wichtiges Hormon, welches Einfluss auf den Gemütszustand hat. Zu wenig Zucker könnte also die Stimmung trüben und der ein oder andere überbrückt diesen Frust mit Fressattacken.

Und nun zur alles entscheidenden Frage: Macht Zucker dick? Die klare Antwort drauf ist NEIN! Eine Studie zeigte, dass eine dauerhafte Gewichtsreduktion mit Zucker einfacher funktioniert als ohne! Zucker alleine kann nicht dick machen. Das kann nämlich kein Lebensmittel.

Grundsätzlich gibt es keine gesunden oder ungesunden Lebensmittel. Vielmehr ist es die Art der Zubereitung, die große Menge an mittel bis hochkalorischen Lebensmitteln und die einseitige und unausgewogene Zufuhr und Kombination von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. All diese Faktoren in Kombination mit mangelnder Bewegung führen zu einer ungesunden Lebensweise! Wer täglich zuviel oder nur Brokkoli oder Äpfel isst, lebt auch nicht wirklich gesund sondern eher einseitig und wird auf Dauer ebenso Mangelerscheinungen haben! Wer Schokolade isst, lebt nicht ungesund. Jedoch sollte Schokolade ein Genuss bleiben. Und jeder Genuss ist aber nur dann eine Erfüllung, wenn man ihn nicht permanent erlebt! Und ob es dann in dieser Genusssituation eine Rippe Milchschokolade oder Bitterschokolade ist, bleibt eine geschmackliche Vorliebe. Kalorisch ist weder die eine noch die andere zu bevorzugen. Genuss ist keine Vernunftentscheidung!

Man sollte sich eher due Frage stellen: wieviel Genuss ist vertretbar. Wieviel Genuss lässt eine due Balance zwischen Kohlenhydrate, Fette und Proteine nicht kippen?

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt bis maximal 10 % der täglichen Kalorienzufuhr in Form von zugesetzten Zuckerarten und Süßungsmitteln aufzunehmen.

Was das in Lebensmitteln bedeutet und warum unter Ernährungsexperten immer noch Zucker verteufelt wird, sollte ganz andere Aspekte und Beweggründe haben. Und warum ich seit Jahrzehnten keinen Zucker oder diverse Zuckerarten in meinem Haushalt habe, werde ich euch ebenfalls bei meinen nächsten Blogs verraten.

Mein Tipp: Schlagzeilen wie “Zucker macht krank” verkaufen sich einfach gut. Und Menschen werden nur dann wachgerüttelt, wenn sie über mögliche Gefahren und Bedrohungen hören oder lesen. Manchmal muss man “Mythen” und “Gefahren” in die Welt setzen, um etwas verändern und bewegen zu können. Aber oft sind Gründe für diverse Probleme und die passenden Lösungen dazu ganz wo anders zu suchen und zu finden.

Wer sich generell ausgewogen und nicht einseitig ernährt, der hat schon mal den richtigen Weg eingeschlagen. Wer abnehmen oder fitter werden will, der muss etwas mehr als sich “Nur” ausgewogen ernähren. Dabei muss man aber nicht unbedingt auf Zucker verzichten sondern die Ernährungstherapie, und Ernährungsweise individueller analysieren, anpassen und in den Alltag integrieren!

Eure Dalia

Danke für Euer Feedback :-)
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