Faszination Milch: Mensch & Tier

Hallo meine Lieben,

mein heutiger Blog beschäftigt sich mit einem sehr interessanten und eher selten behandelten Thema „Muttermilch im Vergleich zu tierischer Milch unterschiedlicher Arten“

Zweifellos gilt Muttermilch oder auch Frauenmilch als DIE beste Nahrung für Neugeborene. Sie enthält alle für das Leben des Säuglings wichtigen Nährstoffe. Sie hat immer die optimale Temperatur und ist keimfrei und hat dreimal soviel Vitamin C wie Kuhmilch. Anfang des letzten Jahrhunderts hat man dann herausgefunden, dass unveränderte Kuhmilch wohl nichts für Säuglinge ist und man hat angefangen sie zu “adaptieren”, d. h. der Muttermilch anzupassen.

Nur warum vertragen Säuglinge keine andere Milch so gut wie die eigene Muttermilch?

1. Die Kuhmilch – der Klassiker

– Kuhmilch hat dreimal soviel Eiweiß wie Muttermilch, im speziellen die schwerverdaulichen Caseine. Die Niere des Säuglings ist nicht in der Lage, überschüssiges Eiweiß auszuscheiden. Wird Kuhmilch unverdünnt zugeführt, kann es zu Beeinträchtigungen der Nierenfunktion kommen. Desweiteren haben Säuglinge noch keine Magensäure. Daher kommen die Proteine unverdaut ohne Denaturierung in den Dickdarm, wo Bakterien die Verdauung übernehmen. Folge: starker Durchfall. Dass Kälber dieses Problem nicht haben, liegt daran, dass die Natur diese mit einem speziellen Enzym, das sogenannte Lab, zur Verdauung des Proteins versehen haben, um die eigene Mutterkuhmilch problemlos verdauen zu können.

– Hinzu kommt noch, dass die Kuhmilch einen extrem hohen Mineralstoffgehalt aufweist, der im Vergleich zur Muttermilch viermal so hoch ist. Da die Niere eines Babys mit der so hohen Mineralstoffkonzentration überfordert ist und der Körper des Babys die hohe Konzentration mit Wasser ausgleicht, kann es zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung des Babykörpers kommen.

Nun ja…. Was macht Muttermilch denn sonst noch so besonders?

  • sie enthält vor allem Bifidus Bakterien, die der Darmflora des Säuglings besonders gut tun.
  • Frauenmilch besitzt einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, v.a. Linolsäure, die für die neurologische Entwicklung des Säuglings wichtig ist. Kuhmilch hingegen enthält einen hohen Anteil an kurzkettiger gesättigter Fettsäuren!
  • Frauenmilch enthält mehr am leichtverdaulichen Molkeeiweiß Laktalbumin als das schwerverdauliche Casein (Verhältnis 60:40) im Vergleich zur Kuhmilch (Verhältnis 20:80)

2. Die leichtverdauliche und gut verträgliche Ziegenmilch

Ziegenmilch ist eine sehr gute Alternative zur Kuhmilch. Sie enthält weitaus weniger Casein (schwerverdauliches Eiweiß), dafür einen höheren Anteil an wasserlöslichem Molkeprotein als Kuhmilch und enthält mehr kurz- und mittelkettige Fettsäuren als Kuhmilch. Auch die Fettkügelchen der Ziegenmilch sind kleiner und somit auch besser verdaulich. Diese gute Verdaulichkeit muss nicht erst durch Homogenisierung hergestellt werden, wie das bei der Kuhmilch der Fall. Im Gegensatz zur Kuhmilch ist Ziegenmilch auch reicher an Vitaminen und Spurenelemten. Dennoch… Das Eiweiß in Ziegenmilch ist für Kinder genauso fremd wie das in Kuhmilch. Das beste für Säuglinge, vor allem im ersten Lebensjahr, ist immer noch das Stillen bzw die Muttermilch oder als Ersatz, der speziell dafür entwickelte Milchersatz!

3. Die muttermilchähnliche Stutenmilch

Stutenmilch ist die Milch des weiblichen Pferdes. Sie ist im Vergleich zu anderen Tiermilcharten trotz des geringen Fett- & Proteingehaltes sehr nährreich. Sie zählt auch zu den von Natur aus kalorienarmen Milcharten. Dennoch sticht die Stutenmilch besonders durch ihren hohen Eisen und Kalzium wie auch Vitamin C Gehalt hervor. Stutenmilch hat im Vergleich zu Kuhmilch weniger Keime und wirkt antibakteriell und antiviral. Grundsätzlich ist die Stutenmilch der Muttermilch am ähnlichsten. Der Laktosegehalt ist wie bei der Frauenmilch höher als bei der Kuhmilch. Der Eiweißgehalt ist dem der Frauenmilch eher angepasst.

4. Faszination Walmilch

Mit 42% Fett, 12% Eiweiß zählt Walmilch im Vergleich zur Muttermilch oder tierischen Muttermilcharten zu den nahrhaftesten Milcharten überhaupt. Wenn man bedenkt, dass ein Walbaby nach der siebenmonatigen Stillzeit 17 Tonnen an Gewicht zulegt, ist zu verstehen, warum die Walmilch so nahrhaft und kalorienreich sein muss. Diese Gewichtszunahme entspricht einem Wachstum von 3 – 4 cm und 80kg täglich!!!

Fazit: Wir sollten bei dem bleiben, was uns Mutter Natur geschenkt und für uns vorgesehen hat: die Milch der eigenen Mutter! Denn die ist für jede Spezies am idealsten zusammengestellt,  um der Gesundheit, Entwicklung und Verträglichkeit jedes einzelnen gerecht zu werden!

Denksanstoß: Warum im Vergleich zu früher so viele Mütter keine Milch mehr abgegeben können und man zu Ersatzprodukten greifen muss, hat bei den meisten weniger mit der Natur zu tun sondern viel mehr mit Lebens- & Ernährungsstil, Bequemlichkeit und ästhetischen Gründen der heutigen Gesellschaft.

Eure Dalia

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