Moderne Mythen in der Ernährung, Teil 2

Hallo meine Lieben,

in diesem Blog zeige ich wieder einige weitere Ernährungsmythen auf, die sich hartnäckig bei Fachberatern oder Kunden in den Köpfen eingebrannt haben. Im ersten Blog haben wir schon 4 hartnäckige Mythen entschärft. Heute wieder 4 weitere:

Vegetarier nehmen schneller ab:

Ein Irrglaube, denn Vegetarismus hat nichts mit Abnehmen zu tun, sondern ist eine Lebensweise. Denn egal, ob man Fleisch ist oder nicht, letztendlich kommt es beim Abnehmen auf die tägliche Gesamtkalorienzahl an. So können auch Vegetarier durch ungesunde oder gesunde kalorienreiche Lebensmittel wie Naschereien Nüsse, Öle, usw ebenso zunehmen.

“Zuckerfrei” heißt, da ist kein Zucker drin:

Das ist Definitionssache. Denn Zucker hat viele Decknamen und unterscheidet sich erheblich voneinander. Auch die begriffliche Klärung im Lebensmittelrecht ist sehr unklar. Fakt ist, dass Zucker nicht nur Saccharose, also der Haushaltszucker, ist. Dennoch gibt es noch weitere Zuckerarten wie Dextrose, Glukose, Maltrose, Invertzucker, Glukosesirup, Vanillinzucker uvm.,welche juristisch gesehen nicht als Zucker gelten und daher auf Etiketten hinter Begriffen angeführt werden, die nicht sofort als Zucker erkannt werden. Daher: “zuckerfrei” heißt frei von Saccharose aber definitiv nicht frei von Zucker ;-)

Tiefkühlware enthält keine Vitamine:

Wer kennt das nicht. Ja nicht Tiefkühlware wegen des gefährlichen Gefrierbrands, des Verlusts an Vitaminen beim Einfrieren und so weiter und so fort konsumieren. Fakt ist: Einfrieren schützt vor dem Verderb und  zwar schon seit Jahrtausenden. Der Verlust der Vitamine und Mineralstoffe hat vielmehr mit der Zubereitung oder der Lagerung vor dem Einfrieren zu tun als mit dem Einfrieren selber. Bestimmt Nährstoffe werden sogar durch das Blanchieren und Einfrieren besser verfügbar. Schwer verdauliche Kohlenhydrate kann der Körper sogar besser verdauen, wenn sie tiefgekühlt waren, z.B. Kohl, der durch das Einfrieren seine blähende Wirkung verliert.

(Rot-)Wein ist gut fürs Herz:

Nicht der Wein sondern die darin enthaltenen Polyphenole machen den Wein besonders gut fürs Herz bzw koronaren Krankheiten. Daher sollte der Leitspruch “je mehr, je besser” im Falle von alkoholhaltigen Getränken eher nicht zu ernst genommen werden. Wie ja bekannt, wirkt sich Alkohol negativ auf den Blutdruck aus und fördert so Bluthochdruck, der wiederum Ursache für schädigende Herzerkrankungen bis hin zum Infarkt ist. Wer also den Nutzen der Polyphenole auskosten will, der sollte zu alkoholfreiem Wein greifen, der zum ersten nicht nur einen höheren Gehalt an Polyphenolen aufweist sondern auch in größeren Mengen bedenkenlos im Vergleich zu seiner alkoholhaltigen Konkurrenz konsumiert werden kann.

Fazit: Nicht jeder Mythos, der sich so hartnäckig verankert hat, hat seine Richtigkeit. Vielmehr sollte man jeden Mythos auf seine Vorurteile genauer unter die Lupe nehmen und hinterfragen.

Eure Dalia

 

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