Moderne Mythen in der Ernährung

Hallo meine Lieben,

mein heutiger Blog beschäftigt sich mit dem Thema „Moderne Mythen rund um die Ernährung“. Denn noch immer werde ich in meinen Beratungsgesprächen mit manifestierten Meinungen und Mythen konfrontiert, die sich in den Köpfen und Meinungen so mancher Laien aber auch Fachberater eingebrannt haben. Ist Spinat tatsächlich so eisenhaltig und sind Eier wirklich schuld an einem zu hohen Cholesterinspiegel? Diese und ähnliche Erkenntnisse lassen sich in der Ernährung nicht mehr wegdenken. Doch was stimmt wirklich?

Der Klassiker: Spinat enthält viel Eisen

Wäre doch hier nicht der ganz simple Rechenfehler durch ein verrücktes Komma gewesen. Denn so entstand der Ursprung dieses Mythos. Dennoch gehört Spinat zu den eisenreichen Gemüsesorten aber nicht zu den eisenhältigsten. Noch mehr findet man in der Leber, in Austern, Linsen, Getreide oder Kräutern…

Der ewige Sündenbock: Eier sind ungesund und erhöhen den Cholesterinspiegel

Zu Unrecht! Denn Hühnereier gehören zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Sie enthalten alle wichtigen Nahrungsinhaltsstoffe fürs Leben, denn aus Eiern entsteht Leben. Und auch wenn Eier viel Cholesterin enthalten, so hat man in einem Ei weiteaus weniger Cholesterin als in Innereien, Meeresfrüchten oder anderen Lebensmitteln, die täglich in Summe im Übermaß unbedenklich konsumiert werden. Studien zufolge soll das im Eidotter enthaltene Cholesterin das gefährliche LDL-Cholesterin nicht erhöhen sondern im Gegenteil: das darin reichlich enthaltene Lecithin den Cholesterinspiegel sogar deutlich senken. Anstatt das gesunde Ei aus dem Speiseplan zu verbannen, sollte man eher die Mengen an Fleisch und tierischen Fetten generell anpassen!

Schein statt Sein: Alkohol hilft bei der Verdauung

Genau das Gegenteil ist der Fall. Bier und hochprozentige Alkoholika wie Schnaps oder Wein haben einen ungünstigen Einfluss auf den Fettstoffwechsel und die Verdauung. Lediglich bestimmte Kräuterliköre und artischockenhaltige Produkte können in begrenztem Umfang die Fettverdauung unterstützen. Alkohol verdünnt nicht das fette Essen, sondern die Magensäure. Nach der Aufnahme von Alkohol steigt zudem der Triglyzeridspiegel im Blut massiv an, er hemmt den Fettabbau und macht dick. Der angeblich verdauungsfördernde Effekt von Alkoholika ist vornehmlich darauf zurückzuführen, dass der Alkohol die Wahrnehmung für eine zu große Mahlzeit verändert: Du nimmst also unter Alkoholeinfluss den Magendruck weniger deutlich wahr.

Zu guter Letzt: Gespritztes Obst ist gesundheitsschädlich

Nun ja… Bedingt, denn es gibt Verordnungen, in denen Höchstmengen für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln festgelegt sind und dem Verbraucher den risikofreien Genuss von Obst und Gemüse garantieren. Vor allem in Österreich werden diese Werte ständig überprüft. Außerdem würde in der heutigen Zeit kaum jemand Obst und Gemüse ungewaschen verzehren. Auch dem Argument, dass Pestizide durch die Schale ins Fruchtfleisch eindringen können, ist schnell mit vielen Argumenten und Maßnahmen entgegengewirkt. Fest steht, dass gespritztes Obst immer noch gesünder und unbedenklicher ist als industriell hergestellte Lebensmitteln, Fertigprodukte, Wurst- oder Naschwaren!

Fazit:

Es gibt noch weitaus mehr Ernährungsmärchen am Markt, um sein Ernährungs- & Lebensverhalten begründen, entschuldigen oder rechtfertigen zu können. Daher sollte man immer seinen Hausverstand einsetzen und nicht leichtfertig Meinungen, Behauptungen oder Ammenwissen aufnehmen und weitergeben! Oft versucht man aufgrund kultureller und wirtschaftlicher Aspekte, Lebensmittel und Ernährungsverhalten gut oder schlecht zu reden oder aufgrund nationaler gesundheitlicher Krisen nach Sündenböcken in einzelnen Lebensmittel zu suchen, anstatt die tatsächlichen Gründe und Ursachen eines Problemes anzusprechen und zu beseitigen.

In diesem Sinne:  eat smart, live smart, be smart!

Eure Dalia

 

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