Der ewige Streit: Butter oder Margarine?

Hallo meine Lieben,

mein heutiger Blog beschäftigt sich mit einer sehr aktuellen Frage: Butter oder Margarine – was ist gesünder? Seit Erfindung der Margarine sind Ernährungswissenschaftler und Ernährungsexperten ewig im Streit, was gesünder ist: Margarine oder Butter?
Viele Konsumenten sind noch immer fest der Meinung, dass pflanzliche Margarine viel gesünder ist als die aus tierischen Fetten hergestellte Butter. Nur wer hat Recht?

Die Erfindung der Margarine ging von Napoleon III. aus, um zur Verpflegung seiner Truppen ein haltbares Ersatzprodukt für Butter zu suchen. Dem französischen Lebensmittelchemiker Hippolyte Mège Mouriès gelang 1869 die Herstellung von der ersten Margarine, die aus Rindertalg hergestellt wurde. Es war billig und wurde auch für die damals stark wachsende Bevölkerung ein preiswerter Ersatz für den stets knapp und teurer werdenden Fettbedarf. Erst Jahrzehnte später konnte man durch die erfundene Fetthärtung auch pflanzliche Fette für die Margarineherstellung verwenden.

In heutigen Zeiten wird die Margarine wegen der positiv gesundheitlichen Aspekte propagiert und auch konsumiert. Sie hat mehr ungesättigte Fettsäuren und deutlich weniger Cholesterin als die “böse” Butter. Daher soll sich Margarine auch positiv auf das Herzinfarktrisiko auswirken bzw. Herz – Kreislauf- Erkrankungen vorbeugen.

Nun ja… und hier beginnt der Kampf um die Frage: ist Margarine wirklich besser und gesünder als Butter?

Die Frage ist schon deshalb nicht eindeutig zu beantworten, weil Margarine nicht gleich Margarine ist. Und das schlecht machen der Butter wegen des bösen Cholesterins und der gesättigten Fettsäuren ein guter Angriffspunkt war, um Propaganda für ein sehr künstliches Industrieprodukt machen zu können.

Pflanzliche Öle in der Margarine sind in ihrer natürlichen Form flüssig. Und da sich niemand flüssiges Öl auf das Brot streichen will, muss das Fett gehärtet und streichfähig gemacht werden. Damals chemisch, haben heute viele Hersteller alternative Verfahren gefunden, um den Anteil der Trans-Fettsäuren so gering wie möglich zu halten. Trans-Fettsäuren entstehen bei der künstlichen Härtung von Fetten und kommen so in der Natur nicht vor. Diese sind deutlich schädlicher als die gesättigten Fettsäuren in der Butter. Je härter die Margarine um so mehr Trans-Fettsäuren sind enthalten, die laut einiger Studien Herzerkrankungen auslösen, das schädliche LDL-Cholesterin erhöhen und das gute HDL reduzieren sollen.

Einige Studien zeigten sogar, dass der Konsum von Margarine keinen Einfluss auf eine bessere Gesundheit hat und bei regelmäßigem Konsum sogar ein höheres Herzinfarktrisiko entstehen kann, als wenn man nur Butter ist.

Andere Experten hingegen ziehen die Margarine immer noch der Butter vor und geben sie als bessere Wahl an, da die Zusammensetzung an Fettsäuren für den Organismus immer noch wertvoller ist. Butter besteht zu mindestens 82 Prozent aus tierischem Fett mit einem hohen Gehalt an ungesunden gesättigten Fettsäuren und vor allem an Cholesterin.
Der Anteil an Trans-Fettsäuren beträgt bei Qualitätsmargarine weniger als ein Prozent – laut Experten ein unbedenklicher Wert.

FAZIT:
Bei einer ausgewogenen, gesunden, fett- & zuckerbewußten Ernährung muss man sich nicht die Frage stellen, welches der beiden Produkte gesünder ist. Hier sollten Geschmack und persönliche Vorlieben Entscheidungsträger sein.
Denn erhöhtes Cholesterin oder Herzkreislauferkrankungen entstehen allein nicht durch den Konsum von Butter. Auch nicht können gesundheitliche Probleme allein durch Margarine behoben werden!

Streichfett sollte generell sparsam benutzt werden und wer Naturprodukte vorzieht, der sollte sich für die Butter entscheiden. Wer auf tierische Fette ganz verzichten will, der greift zur Margarine.

Jedoch aufgepasst: Auch Margarine kann tierische Fette enthalten, es sei denn, sie ist ausdrücklich als “Pflanzenmargarine” ausgewiesen. Daher hilft immer der Blick aufs Etikett.

Wer aus welchen Gründen auch immer nicht ganz auf Margarine verzichten will, der sollte immer drauf achten, dass der Anteil der gesättigten Fettsäuren und Transfette möglichst klein ist. Letzteres sind in Pflanzenölen, Reform- und Diätmargarine nur sehr wenige enthalten.

Nun ja… Ganz eindeutige Beweise, dass Margarine wirklich gesund oder ungesund ist, gibt es aber immer noch nicht. Dass Cholesterin und gesättigte Fettsäuren – wie eben in der Butter – gesundheitsschädlich ist, ist auch kein Geheimnis. Dennoch: ungesund ist immer die Gesamtmenge der “ungesunden” Produkte, die täglich konsumiert werden und nicht das Produkt selber!

Mein Tipp: Natur pur ;-)

Eure Dalia

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